Café Katzenauge: Japanische Kultur der 80er in Kassel erleben
Das neu eröffnete Café Katzenauge in Kassel bietet eine Reise in die japanische Kultur der 80er Jahre. Neben der einzigartigen Atmosphäre, bietet das Café auch authentische japanische Gerichte.
Kassel – Betritt man das Café Katzenauge an der Obersten Gasse in der Kasseler Innenstadt, fühlt man sich, als ob man eine Zeitreise in die 1980er-Jahre macht. Im Hintergrund läuft japanische City-Pop-Musik, an den Wänden hängen Poster des Kult-Zeichentrickserie „Cat‘s Eye“, Pflanzen und japanische Memorabilien ergänzen das Konzept.
„Wir lieben die japanische Kultur der Achtziger“, sagt Mohammad Saeidi Niko. Er und sein Bruder Ali Saeidi Niko haben kürzlich das Café eröffnet.
Die Brüder sind mit den japanischen Zeichentrickserien, den sogenannten Animes aufgewachsen: „Dabei ist uns schon als Kindern aufgefallen, dass dort andere Dinge gegessen und getrunken werden. Das hat uns neugierig gemacht“, sagt Mohammad Saeidi Niko.
Café Katzenauge vor kurzem in Kassel eröffnet
Ali Saeidi Niko ergänzt: „Ausschlaggebend war dann der Cat‘s-Eye-Anime“. Auch in der Zeichentrickserie leiten Geschwister tagsüber das Café Cat‘s Eye. Doch abends werden die Geschwister zu Kunstdieben.
Für die Gründer passt das zusammen: „Wir haben beide Seiten. Im Laden wirken wir sehr seriös, im Privaten sind wir aber auch total chaotisch und wild“, erläutert Mohammad Saeidi Niko.
Durch die Serie lernte das Duo außerdem die Zubereitung von Kaffee mit einem Kaffee-Syphon kennen. Die seltene Methode ist mitunter ein Markenzeichen ihres „Katzenauge“, dabei wird in der unteren Kammer Wasser erhitzt und durch Unterdruck in die obere Kammer geleitet.
Dort vermischt es sich mit dem Kaffeepulver und kühlt ab, bis es wieder gefiltert zurück in die untere Kammer fließt.
Authentizität spielt eine große Rolle im Café Katzenauge
Doch es gibt nicht nur Kaffee im Katzenauge. Die Brüder waren extra in Japan, um Inspiration für ihre Gerichte zu sammeln. Mit Erfolg: „Viele Japaner und Japanerinnen, die zu Gast waren, bestätigen uns, dass es für sie wie zuhause schmeckt“, meint Mohammad Saeidi Niko.
Und das, obwohl das Café für viele der Gerichte vegane und vegetarische Alternativen nutzt, damit alle Menschen etwas essen können. Sein Bruder ergänzt: „Wir wollen auch sehr saisonal arbeiten, wir bauen gerade Kürbis in unsere Speisekarte ein.“
Authentizität spielt bei dem Katzenaugen-Konzept grundsätzlich eine große Rolle. Für die spezielle Einrichtung reisten die Brüder durch ganz Deutschland. Außerdem ließ das Geschwisterpaar extra sogenannte Sanpuru, realistisch aussehende, detailgetreue Nachbildungen ihrer Speisen aus Kunststoff, anfertigen.
Diese lassen sich häufig am Eingang von Restaurants und Cafés in Japan finden und runden das Erlebnis ab. (Florian Ullmann)
Service: Das Café Katzenauge an der Obersten Gasse 21 hat Dienstag bis Donnerstag von 12 bis 18 Uhr und Freitag bis Sonntag von 12 bis 22 Uhr geöffnet.
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