Der sogenannte Hype-Zyklus stellt die unterschiedlichen Phasen öffentlicher Wahrnehmung dar, die neue Technologien immer durchlaufen. Das Modell lässt sich gut auf Nahrungsmittelvorlieben übertragen, die ebenfalls einem schnellen Wandel unterliegen. Der Weg des Karottenkuchens zum Beispiel verlief so: Er kam Ende der neunziger Jahre gemeinsam mit Muffins und Cupcakes aus den USA nach Deutschland. Mit seiner Haube aus Buttercreme war er ein Wunder für diejenigen, die mit bröseligem Käsekuchen aufgewachsen waren. Doch nach den Gesetzen des Hype-Zyklus geht es vom "Gipfel der überzogenen Erwartungen" immer hinab in das "Tal der Enttäuschungen". Das war vor ein paar Jahren, als man französische Macarons entdeckte und sich leicht angewidert von der üppigen
American Bakery
abwandte.
Wochenmarkt: Ein anderer Karottenkuchen
Der australische Koch Matt Wilkinson bereitet Karottenkuchen ohne die süße Buttercreme zu. Dadurch gewinnt er an Vielseitigkeit – und schmeckt wunderbar zu Käse.