Im Gespräch: Thomas Müller :
Warum spielen Sie so komisch, Herr Müller?

Lesezeit: 7 Min.
Thomas Müller war die deutsche Entdeckung bei der WM. Der Bayern-Profi wurde bester Torschütze und Nachwuchsspieler. Im FAZ.NET-Interview spricht der 21-Jährige über seinen Durchbruch, über die Lust am Risiko und seine dünnen Beine.
Geständnis, Herr Müller. Als wir Sie zum ersten Mal spielen sahen, war der erste Gedanke: Der sieht gar nicht aus wie ein Leistungssportler. Komischer Fußballer. Wirkt nicht wie ein Athlet. Und dann dieser Laufstil!

Sie haben völlig recht. Ich habe selten so einen komischen Spieler wie mich selbst gesehen. Aber irgendwie habe ich Erfolg. Und Spaß macht es auch.

Wie haben Sie sich durchgesetzt auf so dünnen Beinen?

Es war ein Vorteil für mich, dass ich auch früher körperlich nicht so stark war. Deshalb musste ich mir andere Lösungswege suchen. Das hilft mir heute.

„Um Torgefahr zu schaffen, muss man mit einem gewissen Risiko spielen”
„Um Torgefahr zu schaffen, muss man mit einem gewissen Risiko spielen”dpa
Sie sehen aus wie jemand, den Großmütter gern bekochen. Und den Trainer am liebsten in den Kraftraum schicken würden.

Natürlich bin ich immer drauf und dran, auch körperlich zuzulegen. Aber das geht schwer vorwärts, wenn man alle drei Tage spielt. Und am wichtigsten ist schon noch, was auf dem Platz passiert. Nicht, was im Kraftraum passiert.

Auf dem Platz sind Sie die große Entdeckung der WM 2010 geworden, nicht nur aus deutscher Sicht: WM-Torschützenkönig, bester Nachwuchsspieler. Ihr persönliches „Sommermärchen“. Wissen Sie noch, wie Sie das Original, die WM 2006, erlebt hatten?
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