Im Gespräch: Thomas Müller :Warum spielen Sie so komisch, Herr Müller?
Lesezeit: 7 Min.
Geständnis, Herr Müller. Als wir Sie zum ersten Mal spielen sahen, war der erste Gedanke: Der sieht gar nicht aus wie ein Leistungssportler. Komischer Fußballer. Wirkt nicht wie ein Athlet. Und dann dieser Laufstil!
Sie haben völlig recht. Ich habe selten so einen komischen Spieler wie mich selbst gesehen. Aber irgendwie habe ich Erfolg. Und Spaß macht es auch.
Wie haben Sie sich durchgesetzt auf so dünnen Beinen?
Es war ein Vorteil für mich, dass ich auch früher körperlich nicht so stark war. Deshalb musste ich mir andere Lösungswege suchen. Das hilft mir heute.
Sie sehen aus wie jemand, den Großmütter gern bekochen. Und den Trainer am liebsten in den Kraftraum schicken würden.
Natürlich bin ich immer drauf und dran, auch körperlich zuzulegen. Aber das geht schwer vorwärts, wenn man alle drei Tage spielt. Und am wichtigsten ist schon noch, was auf dem Platz passiert. Nicht, was im Kraftraum passiert.
Auf dem Platz sind Sie die große Entdeckung der WM 2010 geworden, nicht nur aus deutscher Sicht: WM-Torschützenkönig, bester Nachwuchsspieler. Ihr persönliches „Sommermärchen“. Wissen Sie noch, wie Sie das Original, die WM 2006, erlebt hatten?
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