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Kurioser Eintrag: Dönerlokal lief monatelang unter dem Namen „Kotz Alanya Gammelfleisch“

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Ein Döner und ein Screenshot von Google-Maps
Unappetitlicher kann ein Name für ein Dönerlokal wohl kaum sein. (Montage) © Imago / Screenshot

Wer diesen Restaurant-Namen gelesen hat, wollte dort wohl keinen Döner essen. Warum ein Hannoveraner Lokal monatelang als „Kotz Alanya Gammelfleisch GbR“ angezeigt wurde.

Hannover – Wer abends nach der Arbeit keine Lust zum Kochen hat, greift gerne mal zum Handy und öffnet die Lieferando-App. Mit wenigen Klicks kann das Lieblingsessen dort schnell bestellt werden. Wenn dann allerdings das Restaurant mit dem Namen „Kotz Alanya Gammelfleisch“ aufploppt, dürfte man wohl die Finger davon lassen und schnell weiter scrollen. In Hannover hat es nun einen Fall gegeben, bei dem das Dönerlokal „Öz Alanya“ in Bemerode sowohl bei Lieferando als auch Google-Maps unter diesem Namen lief. Darüber berichtet die Hannoversche Allgemeine Zeitung in einem Bericht.

„Kotz Alanya Gammelfleisch“ – Dönerlokal in Hannover lief unter Fake-Namen

Mittlerweile sei das Thema erledigt und der Eintrag korrigiert. Der Inhaber des Lokals, Sirac Bulut, ist wohl Opfer eines Fake-Eintrags geworden. Über Monate lief sein Lokal unter dem wenig appetitlichen Namen. Auf der Website „reddit“ stellte ein User ein Bild von Google-Maps ein, bei dem das Restaurant als „Kotz Alanya Gammelfleisch GbR“ angezeigt wurde. „Öz Alanya scheint nicht so gutes Essen zu liefern“, schrieb er dazu. Andere User amüsierten sich darüber: „Hahaha zu geil“, kommentierte einer. „Ich hatte das vor ein paar Tagen zufällig auf der Karte gesehen und mich gefragt, was es damit auf sich hat“, hieß es von einem anderen.

Öz Alanya

Öffnungszeiten
Montag bis Sonntag: 11 bis 22 Uhr

Adresse:
Lange-Hop-Straße 158
30539 Hannover)

Was es damit auf sich hatte, erklärten nun das hannoversche Computer- und Technikmagazin „c‘t“. Die Redaktion vermutet laut Hannoverscher Allgemeiner Zeitung, dass der korrekte Name die Überprüfung durch Google zunächst bestanden hatte, später aber von den Tätern umgeändert wurde. Dies hätte Google wieder prüfen müssen – und habe offenbar versagt. Der Internet-Riese arbeitet bei Maps übrigens teilweise sehr wohl absichtlich mit Fake-Einträgen.

Ehefrau des Restaurant-Inhabers hat Vermutung, wer hinter dem Eintrag steckt

Die Freude darüber, dass das Problem gelöst wurde, ist beim Inhaber des Dönerlokals jedenfalls groß. Die Ehefrau von Bulut vermutet hinter der Rufschädigung diejenigen, die leer ausgegangen waren, als das Restaurant zum Kauf angeboten wurde. Von einer Anzeige sehen Bulut und seine Frau ab. Sie wüssten nicht, wen sie anzeigen sollen. Sie glauben, dass der unappetitliche Name Kunden abgeschreckt haben könnte.

Der Versuch, Google auf das Thema aufmerksam zu machen, sei gescheitert. Bis heute kam keine Antwort. Die Hannoversche Allgemeine Zeitung berichtet, dass sich laut „c‘t“ Google und die niederländische Muttergesellschaft von Lieferando, „Just Eat Takeaway.com“, die Verantwortung für den Fauxpas gegenseitig zuschieben.

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