Beim Asean-Gipfel übt sich der südostasiatische Inselstaat bereits in seiner Rolle als nächste regionale Supermacht. Doch die größte Gefahr für den Aufstieg sind Islamisten.
In einem verschlafenen Fischerdorf auf Flores, Indonesiens christlicher „Blumeninsel“, treffen sich dieser Tage Staats- und Regierungschefs des südostasiatischen Staatenbundes Asean. Das bescheidene Setting passt zum Gastgeberland, dem größten Inselstaat der Welt, der sich behutsam, abseits des Rampenlichts und vom Westen weitgehend ignoriert, gerade zur Supermacht entwickelt. Indonesien, bevölkerungsreichstes muslimisches Land der Erde, könnte bis 2045 Japan als viertgrößte Volkswirtschaft verdrängen.