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Bauarbeiten an Ortsumfahrung der B 71 in Salzwedel im Zeitplan

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Straße
Voraussichtlich noch bis zum 15. September wird die Ortsumfahrung der B 71 in Salzwedel saniert. Die Asphaltdeck- und -binderschicht wurden bereits abgefräst. © Christian Reuter

Seit dem 17. Juli wird die Ortsumfahrung der B 71 in Salzwedel saniert. Mehrere Unternehmen, die sich im angrenzenden Gewerbegebiet Nord befinden, klagen über Umsatzeinbußen wegen der durch die Baustelle bedingten Umleitung (AZ berichtete). Bis zum 15. September sollen die Arbeiten abgeschlossen sein. Die AZ fragte nach, ob der vorgesehene Fertigstellungstermin nach aktuellem Stand eingehalten werden kann.

Salzwedel. „Die Arbeiten liegen derzeit im vorgesehenen Zeitplan“, informierte Peter Mennicke, Pressesprecher im Ministerium für Infrastruktur und Digitales des Landes Sachsen-Anhalt. Bisher seien die Asphaltdeck- und -binderschicht abgefräst worden. Zurzeit werde die Einmündung zum Kristallweg baulich etwas umgestaltet, mit dem Ziel, dass an dem Unfallschwerpunkt künftig weniger Unfälle passieren. Anschließend werde der neue Asphalt eingebaut.

„Beim aktuellen Baufortschritt können wir davon ausgehen, dass der avisierte Fertigstellungstermin gehalten wird“, teilte Mennicke mit.

Einige von der Umleitung betroffene Gewerbebetriebe hatten gegenüber der AZ erklärt, sie seien zu spät über die Baustelle informiert worden, sodass sie sich nicht mehr rechtzeitig darauf einstellen konnten.

Tankstelle und Straßenbaustelle
Die Einmündung zum Kristallweg wird baulich etwas umgestaltet, um den Unfallschwerpunkt zu entschärfen. © Christian Reuter

Dazu sagte der Pressesprecher: „Jeder Baumaßnahme an unseren Straßen gehen natürlich mit großem zeitlichen Vorlauf Abstimmungen mit allen Beteiligten voraus.“ Das heiße, die Landesstraßenbaubehörde setze sich mit der jeweiligen Kommune und dem Landkreis sowie der Polizei rechtzeitig ins Benehmen, „nicht zuletzt, um die Beeinträchtigungen für Anlieger und Verkehrsteilnehmer auf das absolut unvermeidbare Minimum zu beschränken“. Dazu gebe es im Laufe der Vorbereitungen mehrere Abstimmungen, „wo alle Belange auf den Tisch kommen“, führte Peter Mennicke aus. Ein Schwerpunkt sei dabei immer die Erreichbarkeit der Anlieger, aber auch Sicherheitsaspekte (unter anderem Arbeitsschutz) spielten eine große Rolle. Die Zumutbarkeit der Lösungen werde dabei sehr lange diskutiert. Im konkreten Fall der Ortsumfahrung der B 71 habe man letztlich eine Lösung gefunden, „sodass alle im Gewerbegebiet ansässigen Unternehmen angefahren werden können, wenn auch nicht immer direkt über die Bundesstraße“. Gerade die Entscheidung über die Verkehrsführung sei natürlich immer ein Kompromiss. Im konkreten Fall müsse man aber auch sagen, dass die Arbeiten zeitlich wirklich überschaubar seien.

Straßenbaustelle
Die Borde der Einmündung von der Bundesstraße 71 zum Kristallweg wurden erneuert. © Christian Reuter

Mennicke: „Und nicht zu vergessen: Nach Abschluss der Sanierungsarbeiten steht allen Verkehrsteilnehmern wieder eine einwandfreie Straße zur Verfügung.“

Baubegleitend würden übrigens wöchentlich Besprechungen stattfinden, wo – wenn auch in sehr engen Grenzen – nachjustiert werden könne. „Hier besteht für Anlieger jederzeit die Möglichkeit, mit unseren Fachleuten ins Gespräch zu kommen“, so der Pressesprecher.

Juristische Schritte habe bisher noch niemand gegen die Landesstraßenbaubehörde (LSBB) eingeleitet, teilte er auf AZ-Nachfrage mit. Klaus Meyer, Leiter des OBI-Marktes in Salzwedel, hatte gegenüber der AZ geäußert, dass er sich wegen der Baustelle juristische Schritte zumindest vorbehalte.

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