Wie konkret soll es denn sein? Bspw. das biologistische (als „evolutionärer Humanismus“ bezeichnete) Weltbild der Stiftung oder die von zentralen Akteur*innen bzw. der GBS selbst manchmal aufgerufenen antisemitischen Topoi (siehe Kinderbuch oder ,Beschneidungsverbot‘)?
Zum Antisemitismusvorwurf: Die gbs engagiert sich seit ihrem Bestehen gegen Antisemitismus. Mit dem Kinderbuch und unserer Position zur Zirkumzision ohne medizinische Indikation haben Sie sich offenbar nicht wirklich auseinandergesetzt. Informieren Sie sich bitte!
Die antisemitische Topoi bedienende Bildsprache des Kinderbuchs ist belegt, die ,Zwangsbeschneidung‘-Argumente ähneln häufig Topoi der NS-Zeit - insgesamt spricht sich hier eine zutiefst religionsfeindliche, gegen die vielfältige Gesellschaft gerichtete Haltung aus.
Religionskritisch ist nicht das gleiche wie religionsfeindlich, und medizinisch unnötige Operationen an nicht einwilligungsfähigen Patienten haben nichts mit Vielfalt zu tun.
Ja, deshalb sind Ihre Organisationen auch „religionsfeindlich“ und nicht „religionskritisch.“ Sie können und wollen nicht akzeptieren, dass andere Menschen bewusst und sichtbar ein anderes Leben führen, andere Abwägungen treffen als Ihr Klientel.
Das ist grober Unsinn. In dem Ferkelbuch werden alle (!) Religionen gleichermaßen aufs Korn genommen. Auch die Bundesprüfstelle hatte damals entschieden, dass das Buch nicht antisemitisch ist. Wenn Sie hier also von einem "Beleg" reden, sollten Sie bei der Wahrheit bleiben! 1/2
Oder wie es der Präsident des Zentralrates der Juden Stephan Kramer damals ausdrückte: „Der Meinung, das Buch sei antisemitisch, kann man nicht folgen, da es gleichermaßen alle drei monotheistischen Religionen verleumdet.”
Quelle: