Zusammen mit Natalie, habe ich mich am Samstag Vormittag auf den Weg nach Miami gemacht. Eigentlich haben wir uns dort erst getroffen, weil es da nicht wirklich eine Möglichkeit gab zusammen hinzufahren. Sie wohnt ja um die anderthalb Stunden weit von mir weg.
Meine Geschichte beginnt cool, aber endet dafür ziemlich bitter.
Um 08:50 sollte ich im Zug sein (Mangonia Park). Tja, weil meine host mom und ich bisschen falsch lagen mit der Zeit, war es leider nicht möglich den Zug zu erwischen. Meine Idee war dann:“ Hey lass uns zur nächsten Station fahren, das geht sich aus!“ Gesagt getan. Sie hat mich also hingebracht und ich hatte sage und schreibe eine Minute Zeit, um mein Ticket zu kaufen und in den Zug zu steigen. Ich, komplett gestresst & planlos, fragte also mal einen Mann wo ich dieses Ticket nach Miami bekomme & er zeigte auf die komplett andere Seite und sagte (haha „sagte“ ist gut, es war mehr so ein hysterrisches rufen) :“ Oh mein Gott – RENN – dort vorne steht der Zug! Du musst auf die andere Seite!“ Gut, Morgensport auf leeren Magen? Warum nicht. Ich bin gestorben, habs aber auf die andere Seite geschafft & sah den Zug schon losrollen. Der Mann für die Tickets (oder was auch immer) stand noch in der offenen Tür und sah glaub ich mein verzweifeltes & erschöpftes Gesicht. Nachdem ich ihm gesagt habe, dass ich den Zug unbedingt erwischen muss, hielt er ihn an und lies mich einsteigen.
Endlich war ich im Zug, leider fehlte das Ticket. Das hab ich natürlich gleich klar gestellt & er meinte ich kann bei der nächsten Station schnell raushüpfen und eines kaufen, er wartet auf mich. Zwei Minuten später kam er nochmal zu mir & sagte:“ Ich hab mit denen gesprochen, du brauchst kein Ticket.“ 😱 I love Americans! Besser hätte es ja kaum anfangen können.
Nachdem ich endlich in Miami war & Natalie es, nach dem ersten, sehr komplizierten Uber-Bestellversuch, zu mir geschafft hat, haben wir uns gleich das nächste Uber* zu unserer Wohnung bestellt.
Die Wohnung haben wir übrigens über Airbnb gebucht & hat uns nur $20/ Person gekostet. Sehr coole Sache dieses Airbnb.
In der Wohnung angekommen empfing uns eine Frau die wirklich kein Wort Englisch sprach. Null. Wie manche vielleicht wissen, sprechen die meisten Leute in Miami Spanisch und sie versuchen es echt immer wieder dich auf spanisch anzusprechen.
Wir haben uns dann mal kurz ausgeruht und sind gleich zum Strand gegangen. Die ersten Eindrücke von dem legendären Miami Beach waren nicht so..naja..legendär. (haha)
Es war schön, aber so leer. Ich muss dazu sagen, wir haben echt alles einfach schnell gebucht ohne nachzuschauen wo es am klügsten wäre zu übernachten. Die Wohnung war aber sehr schön und die eigentliche Vermieterin (englisch sprechend 🙏🏼) war echt sehr nett!
Wir haben uns dann wieder ein Uber gerufen und sind in einen veganen Laden gefahren, um endlich mal etwas zu essen. Und es war wahnsinnig gut. > HOLI vegan kitchen & bar <
Danach waren wir nochmal in der Wohnung und sind dann zum ocean drive gefahren. Das ist Miami Beach. Wir haben uns nochmal an den Strand gesetzt (es war aber schon sehr dunkel) und haben uns danach einfach alles angeschaut. Überall war mega viel los und laute Musik. Eh klar, dort ist ja auch ein Club nach dem Anderen.
Am nächsten Tag waren wir fast den ganzen Tag nur am Strand – in South Beach Miami 🌴 Das Meer ist dort so schön. 


Um 12 Uhr Mittag haben wir dann Hunger bekommen und sind dann in ein indisches Lokal gegangen und haben dort gegessen. Das war ebenfalls sehr gut & natürlich vegan. 
Danach waren wir beim Starbucks und dann wieder beim Strand. Die anfangs ach so schöne Bräune, die wir bekommen haben, ist im Endeffekt ein Sonnenbrand.
Und nein..die Geschichte ist noch nicht zu Ende.
Um 6:17 pm musste ich also meinen Zug erwischen. So klug wie wir sind haben wir gedacht, wir fahren lieber schon eine Dreiviertel Stunde früher los, um ja nicht zu spät zu kommen. Wir bestellten also wieder ein Uber. Das blöde an der ganzen Uber-Sache ist, dass man sich nie zu 100% sicher sein kann, ob der Fahrer auch wirklich erscheint. Als wäre es Schicksal, hat er uns zuerst warten lassen und dann storniert. Ok immer noch 40 Minuten Zeit. Nachdem der zweite Fahrer 10 Minuten gebraucht hat, um uns abzuholen, war mir schon ziemlich bewusst, dass das mit dem Zug nichts wird. Alles hätte geklappt, hätte er nicht noch zwei andere Mädls wohin bringen müssen.
Ich war also zwei Minuten bevor mein Zug kommt da & rannte wieder wie eine Verrückte. Leider fuhr er mir vor meiner Nase davon & jetzt sitze ich hier seit 3 Stunden, warte auf den nächsten Zug – der um 21:42 kommt – und schreibe diesen Beitrag.
Das war mein Miamierlebnis!
❤
* ein Uber ist übrigens sowas wie ein Taxi, nur billiger. Alles läuft über eine App ab. Man muss „nur“ seine Kreditkarte und Nummer angeben!